The Shining reloaded

Heute habe ich meinen Scuba Review oder eben Tauch-Auffrischungskurs gemeistert 🙂 . Nach meiner Schwimmbadausblidung beim ASV 1997-1998 (!) war dies mein allerster Tauchgang im Meer. Bis dahin hatte es nur zu einem kurzen Ausflug in einen Baggersee in St. Tönis im Juni 1998 bei 15 Grad Wassertemperatur und null Sicht gereicht – absolut kein Vergleich!

Nach einer Theorieauffrischung und einer erneuten Einweisung in die Geräte mussten wir erst in ca. 3m Tiefe ein paar Übungen wiederholen: wie finde ich meinen Lungenautomaten wieder, Maske halb und ganz ausblasen sowie abziehen und wieder aufsetzen (und wieder ausblasen), beim Buddy Luft kriegen und gemeinsam auftauchen. Habe ich alles noch hinbekommen, wobei ich das sicher noch ein paar mal üben werde, um wieder sicherer zu werden.

Anschließend sind wir dann noch ein bisschen im Hausriff getaucht und haben bestimmt viele schöne Fische und Korallen gesehen. Ich hatte da noch nicht so den Blick für, weil ich wirklich aufgeregt war und mir ein bisschen Sorgen gemacht habe, wie ich mit der Tiefe klar komme. Wir sind runter bis auf 11m und bis jetzt geht das richtig gut. Der Plan ist, noch ein paar Übungstauchgänge am Riff und den CMAS * Diver zu machen, was ungefähr dem SSI Open Water Diver entspricht – und natürlich dahin zu kommen, die Tauchgänge auch auszukosten.

Seit gestern darf ich diese Aussicht von meinem Zimmer aus genießen:IMG_4322Der Ausblick, der einen wirklich erst einmal tief durchatmen lässt, ist allerdings auch das Schönste an meinem Hotel. Es wurde mir von meinem Ansprechpartner der Tauchschule in Deutschland empfohlen und war mein einziger Wackelkandidat bei der Planung, weil die Bewertungen der letzten Zeit wirklich nicht so prall waren. Leider haben sich einige der Punkte inzwischen bestätigt.

Den Strand erreicht man über eine wirklich aberwitzige Holz-Brücken-Treppenkonstruktion durch den Dschungel, die einige hundert Meter lang ist und einen nicht wenige Höhenmeter herunter führt. Das alleine wäre nicht schlimm, aber alles wackelt und die verwendeten Bretter sind wirklich ziemlich dünn und morsch, so dass man bei jedem Schritt Angst haben muss, dass die Konstruktion zusammenkracht. Diverse halbe Planken untermauern diese Befürchtung. Einer der Guides aus der Tauchschule hat mir einen alternativen Weg empfohlen, der immerhin asphaltiert ist, aber mitunter Steigungen im 45 Grad Winkel (mindestens…) aufweist  – also wirklich mächtig steil, sogar die Rollerfahrer müssen bergauf absteigen.

Was mich hier aber wirklich stört ist, dass ich im Hotel – trotz High Season – quasi alleine bin. Bis morgen wohnen noch eine Familie aus Stuttgart in einem Bungalow und zwei Mädels aus Thailand, die mit mir angereist sind, zwei Zimmer weiter. Wenn die morgen abgereist sind, bin ich hier wirklich alleine. Das Personal ist derart gelangweilt, dass sie gestern das Restaurant – obwohl wir noch da waren – bereits um 20:15 Uhr anstatt um 21:00 Uhr geschlossen und uns rausgeschmissen haben. Ansonsten sitzen sie viel auf den Balkonen nicht bewohnter Zimmer, machen auf den Betten Siesta und erschrecken sich, wenn ein Gast vorbei kommt. Dabei gebe es hier genug zu tun…das Hotel hat unfassbar viel Potential und ist aufgrund von Vernachlässigung wirklich an manchen Stellen ziemlich heruntergekommen.

Außer dem Hotelrestaurant ist hier ansonsten n i c h t s und wenn dort das Licht aus ist eben auch alles dunkel. Unten am Strand gibt es ein paar kleine Restaurants, allerdings kann und werde ich beide beschriebenen Wege im Dunkeln (ab ca. 18:30 Uhr) nicht alleine gehen. Soziale Kontakte jedweder Art (außer zu mürrischen Angestellten, die einen allerhöchstens dulden) sind also ab 20:00 Uhr  unmöglich und so einsiedlerisch-romantisch wie das für den ein oder anderen vielleicht klingt, ich finde das ziemlich unheimlich.

Bevor ich hier also Zwillinge mit Zöpfen und einen kleinen Jungen auf einem Dreirad sehe, werde ich morgen in ein anderes Hotel direkt am Strand umziehen – Ruhe und Frieden sind schön, totale Einsamkeit eher nicht.

 

Auf ’ner schönen grünen Wiese…

…liegt ein großer grauer Berg, streckt die Beine in den Himmel, neben ihm da steht ein Zwerg…na, singt Ihr schon mit?!

…Törrööö!

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Am Samstag war ich im Elephant Nature Park. Allen, die mir die Daumen gedrückt haben, dass das Wetter gut wird, vielen Dank. Es war ein wunderschöner Tag (aber nicht nur deswegen)!

Im Elephant Nature Park finden Elefanten und auch andere Tiere, die aus schlechter Haltung stammen oder auf der Straße gelebt haben, ein neues Zuhause und können dort in ihrer mehr oder weniger natürlichen Umgebung leben.

Mehr oder weniger, weil natürlich täglich jede Menge Touristen kommen, die gucken, füttern, streicheln und fotografieren wollen.

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Reiten und Shows stehen ausdrücklich nicht auf dem Programm, da die meisten Elefanten aus eben diesem unnatürlichen und krank machenden Umfeld kommen. Mein Eindruck war, dass die Elefanten sich nicht sonderlich an uns gestört und unser Essen gerne genommen haben.

Die Mahouds haben keine Stöcke, Haken oder ähnlich gruseliges Zeug, sondern lenken die Elefanten ausschließlich mit Futter.

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Die Tiere können sich auf dem Gelände frei bewegen und gehen dahin, wo es ihnen passt – da spielt es auch keine Rolle, wenn ein paar Touris im Weg stehen.

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Los ging es morgens nach der Abholung im Hotel mit einem Informationsfilm während der Fahrt im Minibus. In diesem Film wurde einiges über die späteren Verhaltensweisen im Park – Elefanten nur nach Abklärung mit dem Guide oder Mahoud anfassen, sich nur von der Seite nähern (da sie einen sonst nicht sehen können), die Elefanten nicht ärgern und mit ihrem Futter spielen, auf den Rüssel aufpassen, sich nicht umrennen lassen, auf keinen Fall die Babyelefanten anfassen,…-, über den Park sowie die dahinter stehende Organisation und natürlich zu Elefanten und unter welchen Verhältnissen sie mitunter gehalten werden erklärt.

Wir waren eine Gruppe von neun Leuten und Nancy, die uns durch den Park geführt hat. Durch diese Gruppenaufteilung haben sich die Menschen ganz gut im Park verteilt.

Zuerst durften wir einen Elefanten füttern.

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Die rote Linie war unser Sicherheitsabstand, da Elefanten schon einmal etwas ungehalten werden können, wenn der Melonen-Nachschub nicht schnell genug kommt. Später haben wir auch noch „Snacks“ ohne Zaun verteilt, aber für den ersten Kontakt war das schon ganz gut. Unser Elefant konnte nicht mehr all zu viel sehen und brauchte ein klein wenig Unterstützung, um das Obst zu greifen.

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Als der Korb leer war, ging es zum ersten direkten Kontakt ein Stück über das Gelände.

Wir hatten sehr viel Zeit, konnten Fragen stellen und einfach das Zusammensein mit den Elefanten genießen und diese aus nächster Nähe beobachten.

Die Landschaft war zudem sehr schön, insbesondere jetzt in der Regenzeit, oder wie man hier sagt „Green Season“.

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Besonders eine Szene hat mich sehr beeindruckt. Die Elefanten leben in Familienverbänden zusammen. Entweder haben sie sich im ENP gefunden, oder sind als Gruppe dorthin gebracht worden. Während wir den Babyelefanten bestaunt haben, wurde eine andere Elefantenfamilie auf einmal unruhig. Sie haben ganz aufgeregt mit den riesigen Ohren gewackelt und sind dann geschlossen unter lautem Trompeten los gerannt – Gott sei Dank nicht in unsere Richtung. So ein Geräusch habe ich wirklich noch nie gehört, zusätzlich verstärkt wurde es noch durch das mehrfache Echo der Berge, Wahnsinn. Grund für die Aufregung war ein Mann, der geholfen hat, die Familie vor einiger Zeit in den Park zu bringen. Sie haben ihn aus mehr als 100 Metern wieder erkannt, und, nachdem sie ihn erreicht hatten, einen Kreis um ihn gebildet und wohlig gebrummt oder gesummt und weiter mit den Ohren geschlackert – ich kann das schwer beschreiben.  Nach der innigen Begrüßung sind sie dann mit ihm durch den Park gewandert.

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Nachdem ich ja immerhin nicht in den Chao Phraya gefallen bin, habe ich Samstag nicht aufgepasst und bin voll in einer Matschpfütze gelandet. Supergut.

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Glücklicherweise sind wir beim letzten Programmpunkt ordentlich nass geworden, wir durften neben meinen Füßen nämlich auch einen Elefanten vom Matsch befreien. Hierzu hat sich unsere Gruppe zu beiden Seiten des Elefanten in den Fluß gestellt, und eimerweise Wasser auf ihn geschüttet und natürlich nicht nur auf ihn…

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Der Elefant hat sich – und uns – direkt danach übrigens wieder mit Dreck beschmissen 😉

Nach dem Umziehen und frisch machen ging es dann mit vielen tollen Eindrücken aber auch ein wenig nachdenklich zurück ins Hotel.

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Abends gab es für mich dann noch eine Pediküre…

Inzwischen bin ich wieder für eine Nacht zurück in Bangkok. Morgen fliege ich schon um 07:30 Uhr nach Koh Samui, um von da aus die Fähre nach Koh Tao zu nehmen. Ich melde mich das nächste Mal also hoffentlich von einem schönen Strand!

Wat Wat Wat

Mit dem Plan, mir den großen Palast anzusehen, habe ich Mittwoch Morgen nach einem leckeren Frühstück das Hotel verlassen – angekommen bin ich dort allerdings nicht…

Bei dem heißen Wetter (auch schon morgens) bot es sich an, mit der Fähre ein Stück den Chao Praya herunterzufahren, der nächste Anleger ist nur ca. 10-15 Min. zu Fuß vom Hotel entfernt.

Von der Fähre aus hat man einen tollen Blick auf Bangkok, kann sich ein bisschen den Wind um die Nase wehen lassen und bekommt von den Mitarbeiterinnen immer mal Tipps, wo sich das nächste Foto lohnt.

Am Pier angekommen, taucht man in ein Gewusel von kleinen Läden ein und fühlt sich irgendwie in eine mittelalterliche Hafenstadt zurück versetzt – Jack Sparrow könnte mal eben um die Ecke kommen *Arrr*.

Der Pier liegt direkt am Eingang vom Wat Pho (Tempel des liegenden Buddhas) und quasi schräg hinter dem Palast. Da ich ja nun mal zuerst in den Palast wollte, habe ich mich auf den (nicht kurzen) Weg um die Palastmauern herum zum Eingang gemacht. Dort wurde ich natürlich ständig von Tuk Tuk – Fahren angesprochen und beim zwanzigsten habe ich mal angehalten und mir angehört, was er zu sagen hatte: „Madame Madame, Palace not open, ceremony right now, come back afternoon.“ – der Klassiker. „I make you offer, go to Wat Arun (Tempel der Morgenröte, auf der anderen Flussseite) first, then you make one hour boat tour through the channels, little floating market, good price! Then you go to Wat Pho and then Great Palace. Good price Madame!“ Vor diesen Tricks wird man in allen Reiseführern und Blogs gewarnt, natürlich ist der Palast nicht geschlossen und natürlich bezahlt man bei solchen Schleppern mehr, als sonst. Nichts desto trotz fand ich die angebotene Tour ziemlich attraktiv, über eine Fahrt durch die Kanäle hatte ich ohnehin nachgedacht, allerdings noch keine Gelegenheit gehabt, mich zu informieren wo und wie das gehen könnte. Ich habe also einfach mal „Ja“ gesagt und bin motiviert in die Preisverhandlungen eingestiegen.

Hierzu muss ich sagen, dass bei mir dann Schluss mit disktutieren ist, wenn wir einen Preis erreicht haben, der mir die Ware oder das Erlebnis wert ist und nicht, wenn ich mein Gegenüber so weit wie möglich runter gehandelt habe – Hauptsache billig. Ich habe beispielsweise ein Paar Flip Flops für ca. 5 Euro gekauft. Vielleicht sagen jetzt einige: „Mensch, viel zu teuer, hätteste für 2 kriegen können!“ – kann sein, war für mich aber okay. Was natürlich gar nicht geht, ist wenn man offensichtlich verarscht wird – da hört dann auch bei mir die Gutmütigkeit auf.

Wir haben uns jedenfalls auf einen Preis geeinigt und meine spontane Tempel- und Bootstour konnte starten. Der Einstieg in das kleine Boot vom höheren Pier war ein bisschen abenteuerlich, glücklicherweise bin ich aber nicht baden gegangen ;).

Am Wat Arun angekommen erst einmal Staunen, Innehalten und den Anblick genießen – wow! Die Tempelanlagen sind wirklich unfassbar schön und sehr beeindruckend (trotz Baugerüst). Was mich – im Nachhinein noch viel mehr – fasziniert hat, war die Ruhe und, dass ich dort quasi alleine war. Die einzigen Geräusche kamen aus der Schule direkt neben dem Tempel und das Kinderlachen hat die ganze Szenerie noch friedlicher wirken lassen.

Dämonenwächter-Photobomb

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Im Tempel war ein Mönch, der Segnungen vorgenommen hat. Nachdem ich mir die Prozedur bei zwei anderen Touristen angesehen habe, hat er mich zu sich gebeten. Ich habe mich vor ihn hingekniet, mich verbeugt und er hat angefangen zu beten. Hierbei hat er ein wenig Weihwasser auf mich gespritzt und Räucherstäbchen über mir kreisen lassen. Von seinen Gebeten habe ich natürlich nicht viel verstanden, aber er hat immer wieder „Good Luck, Good Luck, Good Luck“ gesagt. Anschließend hat er mir ein weißes Bändchen, das „Sai Sin“ umgebunden.

 

Das soll ebenfalls Glück bringen und meine Verbindung zu ihm bzw. seinen Gebeten symbolisieren. Nicht weit von ihm entfernt saß übrigens die Dame, die die Bändchen strickt.

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Da ich dieses Ritual bis jetzt noch in keinem anderen Tempel gesehen habe, bin ich um so froher, mich auf die spontane Bootstour eingelassen zu haben und so zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen bin.

Nach dem Tempelbesuch startete meine Fahrt durch die Kanäle. Was soll ich sagen, von Villa über einfache, schiefe, kaputte, dreckige Häuser – alles dabei.

Auf halber Strecke kamen ein paar Bootsverkäuferinnen und mit einem eiskalten Chang in der Hand wurde es um so entspannter.

Nach der wirklich interessanten Bootstour kamen wir wieder am Ausgangspunkt, dem Wat Pho an.

Der liegende Buddha ist mit seinen 45m zwar nicht der größte Thailands, aber trotzdem wunderschön und wirklich viel größer, als ich dachte (ich kann mir sowas immer schlecht vorstellen).

Neben den Geräuschen von Fotoapparaten hört man immer wieder Münzen klappern. Für 20 Baht bekommt man einen Becher Kleingeld. Jeweils ein Geldstück (25 Satang) lässt man im Vorbeigehen in insgesamt 108 Metallschalen fallen. Auch dies soll Glück bringen. Leider hat man nicht die Zeit, für jede Schale einen Wunsch oder ein spezielles Danke zu sagen, da die Menschenreihe sehr schnell voran schreitet und man echt Stress hat, jeden Becher zu treffen.

Auch hier gab es einen Gebetsraum und obwohl es schon deutlich voller war als im Wat Arun, herrschte auch hier eine entspannte und friedvolle Atmosphäre. Touristen und Einheimische beten, meditieren oder genießen die Ruhe zusammen, jeder für sich, aber trotzdem in einer Art Gemeinschaft. Hier konnte ich dann die zuvor aus Zeitmangel untergegangenen Wünschen, Grüße und Danksagungen fließen lassen.

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Wenn man übrigens die Kleiderordnung nicht erfüllt, muss man sich einen solchen Overall überwerfen (Ich war natürlich ordentlich angezogen 😉 ).

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Die Aufsichtspersonen waren dabei allerdings sehr freundlich, was ich am nächsten Tag noch anders erleben würde.

Nachdem mein Ausflug jetzt doch schon länger dauerte und es wirklich wirklich heiß war, entschied ich mich, den Palast erst am nächsten Tag zu besuchen und bin zu einem Mittagsschlaf ins Hotel zurück gekehrt. Abends gab es dann wieder einen Ausflug zur Khao San Road, mit einem zunächst etwas gewöhnungsbedürftigen Wellnessprogramm für die Füße,

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einer anschließenden Fußmassage mit Blick auf den Sonnenuntergang,

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Essen an einem Straßenstand (sehr lecker!) und noch eine Runde im Pool.

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Der Donnerstag startete für mich ungewöhnlich spät. Ich schlafe hier bis jetzt zwar gut, allerdings habe ich die Zeiten noch nicht so im Griff. Ich bin dann also viel später, als ich wollte (so gegen 11:00 Uhr) zum großen  Palast aufgebrochen und was soll ich sagen, ich glaube ich habe die anderen Touristen gefunden.

Chinesische Reisegruppen sind schon eine echte Urgewalt, da werden auch gerne mal im Tempel Kommandos rumgeschrien. Auch wenn der auf dem Gelände des großen Palastes gelegene Wat Phra Kaeo (Tempel der grünen Smaragd-Buddhas) optisch der beeindruckendste ist, kam eher keine andächtige Stimmung auf und so habe ich mich eine Weile in einen schattigen Säulengang gesetzt und das Treiben beobachtet.

Die eben schon erwähnten Aufsichtspersonen, die sich mit der Kleiderordnung beschäftigen, haben hier übrigens weiße „Stöcke“, mit welchen sie Ihren Aufforderungen Nachdruck verleihen. Es handelt sich , glaube ich, zwar „nur“ um zusammengerolltes Papier oder Pappe, wirkt aber trotzdem sehr rabiat: Mann mit Sarong über kurzer Hose- eins mit dem Stock! Frau mit Hut im Tempel – eins mit dem Stock! Füße zum Buddha richten – eins mit dem Stock!

Nach dem Besuch des Palastes hat es einige Diskussionen gebraucht, um ein Taxi zu kriegen. Wenn das Hotel ein Taxi ruft, ist die Nutzung des Taxameters (was die günstigere Variante ist) kein Problem. Hält man als Farang ein Taxi an, braucht es dazu schon etwas Überredungskunst, hat aber irgendwann geklappt.

Abends bin ich dann – mal wieder – in die Khao San Road und nach einer Rückenmassage und einem leckeren Abendessen relativ zügig ins Bett. Heute Morgen war es nämlich schon Zeit, Bangkok „Tschö“ zu sagen.

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Ich schreibe gerade aus Chiang Mai – einer Stadt im Norden Thailands. Hier bleibe ich bis Sonntag und werde morgen einen Ausflug machen, auf den ich mich schon sehr freue. Bitte drückt die Daumen, dass das Wetter mitspielt – bei meiner Ankunft sah es nämlich eben so aus.

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Same same but different!

Ja, auch Bankgkok ist laut, voll und stinkt mitunter ganz schön und auch hier ist es ziemlich heiß und schwül. Aber was soll ich sagen, ich hatte gestern den perfekten Start und finde es großartig hier!

Gestartet bin ich natürlich wieder in Dülken (mit winken 🙂 ), geflogen bin ich zum ersten Mal von Köln aus. Nach einem witzigen und herzlichen Zufallstreffen (Sachen gibt’s…) konnte ich beim Start tatsächlich noch den Dom sehen – was für ein Abschied…mach et joot!

Mein Flug war mit knapp elf Stunden natürlich wieder ziemlich lang, aber (bis auf einen medizinischen Notfall an Bord) ruhig und zum ersten Mal durfte ich bei den Passagieren im vorderen Bereich des Flugzeugs Platz nehmen.

Gelohnt hat sich das vor allem wegen des Abstands zu allen Seiten, für das Filmangebot (gibt es bei Germanwings weiter hinten nicht) und die Fußstütze. Ach und mit Namen vom Steward begrüßt zu werden ist durchaus nicht zu verachten.

In Bangkok angekommen verlief die erneute Einreise problemlos und dann hat tatsächlich jemand auf mich gewartet, um mich ins Hotel zu bringen.

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Nach einer guten Stunde und meiner ersten Rundfahrt um Bangkok herum durfte ich dann bereits um 11:00 Uhr in mein Hotel einchecken. Die Agoda-Bewertung ist mit 8,7 von 10 nach den ersten Eindrücken mehr als gerechtfertigt – nicht zuletzt wegen des Rooftop-Pools mit Wahnsinnsaussicht über Bangkok.

Da auch ich mitunter aus meinen Fehlern lerne, habe ich mir erst einmal einen Mittagsschlaf gegönnt, um dann ausgeruht meine erste Erkundungstour zu starten.

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Ich hatte direkt zu Beginn eine Mission. Da ich meine Packliste aufgrund der Erfahrungen aus Vietnam ein wenig abgeändert habe, habe ich eine andere Kamera mit und – natürlich – das dazugehörige Datenkabel vergessen. Mein erstes Ziel war nun die MBK-Mall, damit ich irgendwie meine Fotos auf mein Macbook bekomme (hat geklappt). Hin bin ich mit dem Taxi, zurück mit dem Tuk Tuk. Das ist ähnlich wie eine Fahrt auf dem Trittbrett der Cable Car in San Francisco – sollte man mal gemacht haben, sich aber gut festhalten!

Wir standen viel im Stau und der Fahrer hat, wann immer wir fahren konnten, versucht die Zeit wieder aufzuholen. Unfassbar, was der aus dem Ding rausgeholt hat und wie schnell man voran kommt, wenn man einfach die Gegenfahrbahn mit nutzt.

Obwohl hier ähnlich viel Verkehr wie in Hanoi ist, wird übrigens kaum gehupt.

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Ganz in der Nähe meines Hotels ist die berühmte Khao San Road.

Einen plötzlichen Wolkenbruch mit ordentlich Gewitter (yay!) habe ich dort für mein erstes Singha Beer in Thailand, ein leckeres Abendessen in einer Bar mit toller Musik und einfach nur gucken, ankommen und genießen genutzt.

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Wieder im Hotel habe ich dann noch ein paar Runden im Pool gedreht, herrlich erfrischend und der perfekte Ausklang für einen fantastischen ersten Tag.

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Mal sehen, ob ich in den nächsten Tagen noch ein besseres Bild zustande bringe.

Auf ein Neues!

In einer Stunde startet das Boarding für meinen Flug nach Bangkok. Bis dahin vertreibe ich mir die Zeit mit gekühlten Getränken in der Lufthansa Businesslounge, die ich Dank des gebuchten Tarifs bei Eurowings mit nutzen darf.

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Im Vergleich zum letzten Aufbruch bin ich deutlich gelassener, was vermutlich daran liegt, dass vor mir „nur“ noch ein langer Urlaub liegt –  7 Wochen sind einfach überschaubarer, obwohl ich so lange am Stück bis jetzt auch noch nicht weg war. Darüber hinaus habe ich im Vorfeld mehr geplant und mir – so hoffe ich – eine tolle Reise zusammengestellt.

Ich werde morgen früh gegen 09:00 Uhr Ortszeit landen und, wenn alles gut geht, am Flughafen abgeholt werden. Hierdurch wird sich die Ankunft in Bangkok wohl etwas stressfreier gestalten, als der Start in Hanoi mit der falschen Buslinie.

Bis dahin erst einmal Prost – auf einen schönen Urlaub!

 

Halbzeit!

Seit 64 Tagen habe ich nun frei, in 61 Tagen – am 17.10. – muss ich wieder arbeiten.  Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr ich den unerwarteten Sommer zu Hause und die freie Zeit bis jetzt genossen habe.

Es hat sich wieder angefühlt wie Sommerferien früher: unendlich viel Zeit für Freunde, Familie und mich selbst, keinerlei Verpflichtungen, eine Monatskarte für’s Freibad, lange Sommerabende, viel Olympia gucken, und und und…welcher Wochentag ist heute noch gleich?!

Das erste Mal seit vermutlich 17 Jahren habe ich neulich übrigens bis 10:30 Uhr geschlafen – Wahnsinn oder?

Der aktuelle Grad der Entspannung sieht also ungefähr so aus:

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Jetzt heißt es so langsam wieder ein bisschen sammeln und Koffer packen, denn so schön es hier auch ist, es wird Zeit wieder aufzubrechen und meine Reise zu beenden.

Hierzu werde ich am Montag zunächst nach Bangkok fliegen und mich ab dann auch wieder regelmäßig hier melden – ich freu‘ mich schon drauf!